Aus Passau berichtet Uschi Kuntner, DESV Jugendwartin

Die guten Möglichkeiten, die der Stocksport auch für Menschen mit einer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung bietet, waren der Ausgangspunkt für die Kontaktaufnahme mit den Fachverbänden Bayerischer Eissport-Verband, Fachsparte Eisstocksport und dem Deutschen Eisstockverband. Weitere Informationen dazu auf der DESV-Seite http://www.eisstock-verband.de/page/special_olympics

Nachdem ich an einer Schule arbeite, die blinde und sehbehinderte Schüler/-innen in den normalen Schulalltag integriert und Sport dabei ein große Rolle spielt (1. Bundessieger JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA 2012: u. a. Adolf-Weber-Gymnasium München, Klara Klug, Demonstrationswettbewerb Skilanglauf für Blinde, Auszug aus Schulsportehrung in der Residenz am 4. März 2013), habe ich auf Anfrage der Geschäftsstelle überhaupt nicht überlegen müssen, kurzfristig diese Projekttage in Passau für den Deutschen Eisstockverband zu übernehmen. Entscheidend war natürlich die Freistellung seitens der Schule und der Landeshauptstadt München für diese drei Tage in der hektischen Schulendphase und dafür war ich sehr dankbar.

Nach einer kurzen, persönlichen Besprechung ein paar Tage zuvor mit Carsten Schenk, Sportkoordinator Special Olympics Deutschland in Bayern e. V., machte ich mich auf den Weg nach Passau, um dort vom 16. bis zum 18.07.2013 im wettbewerbsfreien Angebot den schwerbehinderten Teilnehmern unseren Eisstocksport zu zeigen.

Ausgerüstet mit einer mobilen Bahn, einem „Lattl-Gestell“, neuen Schülerstöcken mit Plattenmaterial sowie bunten Kinderstöcken waren diese drei Tage sehr arbeitsintensiv. Unser Stand war immer ab 9.00 bis 16.00 Uhr besucht von Gruppen mit Behinderten und ihren Betreuern. Nur während dem gemeinsamen Mittagessen der behinderten Teilnehmer blieb uns Zeit, auch im Schatten auszuruhen. Wir, dass waren Bernhard Stelzig, Erich Geier und ich, teilten die Gruppen zum Latten- und zum Einzelwettbewerb auf, so dass kein Teilnehmer lange warten musste. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Behinderungen wurden die Abspielstellen oder der Bewegungsablauf angepasst. Mit viel Geduld erklärten wir das Material, den Bewegungsablauf, anhand des ausgedruckten Regelwerkes versuchten wir, den Betreuern die Wettbewerbsbedingungen für den Eisstocksport „schmackhaft“ zu machen. Einige behinderte Teilnehmer hatten soviel Freude daran, dass sie jeden Tag vorbeikamen, um zu üben. Diese drei Tage waren ein voller Erfolg, der sich hoffenlich beim „Aktivtag Stocksport“ am 08.09.2013 in Unterhaching wiederholen wird. Ein Dank geht Gerhard Brandl für die Bereitstellung des Stockmaterials sowie an Erich Geier, der mir drei Tage lang bei heißen Temperaturen sehr geduldig geholfen hat. Komplettiert hat unser Team noch Kathrin, eine Passauer Schülerin sowie Hanni und Manfred Hora vom Lions-Club Neufahrn-Eching (von Special Olympics Bayern zur Mithilfe eingeteilt).

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