… des Eisstocksports

Die Wettbewerbe im Eisstocksport werden als Mannschaftsspiel, Zieleinzelwettbewerb und Weitenwettbewerb durchgeführt.

Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei 4er-Mannschaften (es sind ebenfalls Trio-, Duo- und Solo-Wettbewerbe möglich) die Eisstöcke von einer Standvorrichtung aus möglichst nahe an die „Daube“ (rundes, bewegliches Ziel aus Gummi, Durchmesser 12 cm, Höhe 4,5 cm sowie eine zentrische Bohrung), zu schießen.

Die möglichen Aufgaben um die Bestlage der Stöcke zur Daube nennt man Setzen, Anstellen, Bringen und Abschießen. Die Spielfelder für das Mannschaftsspiel sind 28m lang und 3m breit.  Auf beiden Seiten ist eine Abschußstelle und ein Zielfeld von 6m x 3m. In der Mitte des Ziel- bzw. Abschußfeldes ist das „Daubenkreuz“ markiert.

Bei einem Turnier spielt eine Mannschaft gegen jede. Ein Spiel besteht aus sechs Durchgängen, genannt „Kehren“. Gewinner ist, wer die meisten „Stockpunkte“ erzielt. Der erste Stock, der die Daube näher ist als der beste des Gegners, zählt 3 Punkte, jeder weitere 2 Punkte. Eine „Kehre“ bringt somit im Höchstfall 3+2+2+2=9 Stockpunkte. Wenn das Augenmaß nicht ausreicht, um die Bestlage der Stöcke zur Daube festzustellen, muß das Bandmaß entscheiden. Für ein gewonnenes Spiel gibt es zwei Punkte, für ein Unentschieden einen Punkt.

Beim Zieleinzelwettbewerb spielen Einzelspieler um die höchste Punktzahl. Der Wettbewerb wird in vier Durchgängen mit unterschiedlichen Aufgaben ausgetragen. Bei den Durchgängen 1 und 3 wird auf 5 Zielringe gespielt, die auf das Eis bzw. den Asphalt eingezeichnet sind. Im zweiten Durchgang müssen Zielstöcke aus markierten Kreisen herausgeschossen werden. Beim vierten Durchgang wird ebenfalls auf Zielstöcke in markierten Kreisen gespielt. Die Aufgabe besteht jedoch darin, daß entweder der Stock des Spielers abgelenkt bzw. der Zielstock „gebracht“ wird und auf den Zielringen zum Stehen kommt. Bei jedem Durchgang können maximal 60 Punkte erzielt werden.

Der Weitenwettbewerb ist ebenfalls ein Wettbewerb von Einzelspielern, jedoch geht es um den weitesten Versuch. In fünf Durchgängen müssen alle Wettkämpfer mit derselben Laufsohle spielen. Die Bahn, deren Breite an der Abschußstelle, 4m beträgt und bei 300m eine Breite von 16m hat, kann unter Beibehaltung des Winkels beliebig lang sein. Je nach Beschaffenheit von Laufsohle und Eis können z.B. auf einem zugefrorenen See Weiten von über 500m erzielt werden. Der derzeitige Weltrekord liegt bei 566m.

Gemessen wird die Weite von der Abschußstelle bis zu der vorderen Stockbegrenzung des zum Stillstand gekommenen Stockes. Verläßt der Stock die Bahn, dann wird die Weite an der Stelle gemessen, an der er die Begrenzungslinie überschritten hat. Der Weitenwettbewerb ist ein Athletensport. Aber Kraft allein macht jedoch keinen Schützen. Er braucht außerdem eine sehr gute Technik und ein ausgeprägtes Gefühl für den Ablauf einer Bewegung.

Die deutschen Spitzensportler haben in der Vergangenheit bei internationalen Veranstaltungen sehr erfolgreich abgeschnitten, unter anderem konnten Weltmeister- und Europameistertitel errungen werden. Die herausragenden Leistungen unserer Spitzensportler sind stets Vorbild für die Vielzahl der Breiten- und Freizeitsportler.